Borreliose Therapie

Hallo! Wahrscheinlich suchst Du Informationen zum Thema Borreliose und Coinfektionen mit dem Ziel, dass es Dir oder einem Angehörigen bald wieder besser geht! Ich hoffe, dass ich mit dieser Seite etwas dazu beitragen kann. Ich weiß, dass es schon bis zur Diagnose ein sehr langer und steiniger Weg sein kann! Ob Schule, Studium, Arbeit oder Beziehungen – nicht selten geht das vor die Hunde. Nachfolgend meine Erfahrungen und meine Tipps für den Weg raus aus der Hölle zurück ins Leben.

Die Seite richtet sich weniger an die Menschen, die einen Zeckenstich hatten, der schnell erkannt wurde und dann 2-3 Wochen mit Antibiotika behandelt wurde. Damit ist man i.d.R. gut aus der Sache raus. Die Seite richtet sich eher an die Menschen, die wie ich monatelang von Arzt zu Arzt gingen weil der Alltag vor Schmerzen und Müdigkeit nicht mehr bewältigbar war. Die vielleicht wie ich an manchen Tagen kaum laufen und sprechen konnten. Die wie ich dachten, es könnte Borreliose sein. Die wie ich nicht diagnostiziert wurden und der Verzweiflung nahe sind. Die wie ich viel zu spät – als völliges Wrack mit verlorener Lebenszeit und Lebensqualität – endlich eine Diagnose bekommen. Keine tolle Diagnose, aber ein Anfang, eine Hoffnung. Denn wie man das alles behandelt, das wissen irgendwie alle und gleichzeitig niemand – die Ärzte streiten sich da nicht selten und der Patient bleibt auf der Strecke und wird schlimmstenfalls noch von Scharlatanen ausgenommen. Die Seite richtet sich ganz bestimmt nicht an die, die Globulis oder andere Süßigkeiten oder gar Gifte propagieren. Diese Menschen kotzen mich besonders an, denn das sind mehr oder weniger auch die Menschen, die mit eurem Leid richtig Geld machen ohne Rücksicht auf Verluste.

Manche Angaben und Vorschläge mögen auf den ersten Blick sehr alternativ, grün oder überzogen klingen, gerade was Ernährung und Allergene betrifft. Allerdings habe ich kaum noch was essen können und kein Fleisch mehr vertragen. Auch hat mein Körper und meine Haut stellenweise verrückt gespielt, Duschgel führte zu Hautreizungen,… Geholfen hat mir persönlich da eine totale Reduktion. Anstatt mir jedes Etikett im Supermarkt durchzulesen was drin ist und was ich ggf. nicht vertragen könnte, habe ich einfach größtenteils unbearbeitete Lebensmittel (ohne Etikett, weil eine Paprika ist halt eine Paprika) gegessen. Also anstatt großartig irgendwelche Diäten und Lebensmittelpläne zu verfolgen war es für mich so viel einfacher. Sicherlich gibt es da auch aktuelle Ernährungstrends in dem Bereich, davon wollte ich aber nie etwas wissen. Vor der Erkrankung hätte ich mich ausgelacht wenn ich so gelebt hätte wie während der Erkrankung. Und mittlerweile geht es mir so gut, dass ich praktisch nichts mehr davon wirklich beherzige außer etwas Vitamin D im Winter. Ich habe lange genug 20 Pillen und mehr am Tag gefuttert und verzichtet. Wenn man von einem Döner eine starke allergische Reaktion bekommt und auf der Notaufnahme landet, dann darf man sich nach der ganzen Scheiße eben wieder richtig was gönnen.

Alle Angaben ohne Gewähr und kein Anspruch auf Richtigkeit. Das sind lediglich meine Erfahrungen, mein Wissen, Halbwissen und Vermutungen. Die Infos ersetzen weder einen Arzt noch eine fachmännische Beratung. Es handelt sich hier weder um Bewerbung oder Empfehlung von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln. Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und weitere Informationen sind vom Arzt oder Apotheker zu erfragen.

ILADS

Die Diagnostik und Therapie der Borreliose ist zum Leidwesen der Patienten ein sehr umstrittenes Thema. Als Betroffener sollte man sich meiner Meinung nach an den ILADS Richtlinien orientieren obwohl viele Ärzte die ILADS kritisieren. Nicht jeder kann oder will wochen- oder monatelang Antibiotika nehmen, es findet sich vielleicht kein passender Arzt in der Nähe oder man hat schon mehrere Therapieversuche erfolglos hinter sich. Hier gilt es mit einem Arzt oder Behandler einen passenden Weg zu finden und ich möchte hier den Weg aufzeigen, den ich gewählt habe und damit Erfolg hatte. Auch sollte man sich immer im Klaren sein, dass es Fehldiagnosen gibt und auch fälschlicherweise eine Borreliose diagnostiziert werden kann – bei der vielschichtigen Symptomatik ist es nicht immer einfach alles richtig zuzuordnen! Es gibt leider auch Therapeuten bzw. Heilpraktiker, die bestenfalls als Pfuscher bezeichnet werden können und sich das auch noch teuer bezahlen lassen. Am Anfang muss aber immer eine Diagnose stehen. An der Diagnose scheitert es aber schnell. Eine Borreliose kann seronegativ verlaufen, d.h. mit den gängigen Bluttests gar nicht nachgewiesen werden. Der Nachweis über das Nervenwasser funktioniert je nach Krankheitsstadium nicht mal bei jedem 10. Erkrankten heißt es. Auch sind die Bluttests, die in Deutschland von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt werden und vom Hausarzt zuerst durchgeführt werden, nicht unbedingt gut. Sie sind nicht standardisiert und der Erfinder des (sehr ähnlichen amerikanischen) Antikörpertests bezeichnet diesen Test als “waste of time and money”. Er wird oft zu früh genutzt und bei Stichproben mehrerer Hundert Labore in Deutschland haben nur 2/3 der Labore eine positive Probe erkannt. Umso wichtiger ist es einen erfahrenen Arzt aufzusuchen, der anhand der Symptome eine Diagnose stellen kann und auch über “bessere” Bluttests und andere Tests informiert ist (wobei Tests wie LTT, Elispot und Lymespot nicht unumstritten sind). Auch gibt es viele weitere Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können wie auch Coinfektionen, die schon länger im Körper schlummern und die Gunst der Stunde (geschwächter Körper) ausnutzen. Bluttests wie LTT, EliSpot oder Lymespot helfen dabei die Borreliose zu diagnostizieren, aber viele andere Tests für andere Erreger können sinnvoll sein und sollten vom erfahrenen Arzt entsprechend der Symptomatik durchgeführt werden. Wer keine gesicherte Diagnose hat, der kann auch die Wirksamkeit jeglicher Therapie nicht überprüfen. Wer nur glaubt, er hat eine Borreliose und will diese behandeln, ist in der Kirche oder einem anderen Spaßverein bestens aufgehoben. Die Diagnose gehört ordentlich gestellt, dann behandelt und dann kann man – soweit möglich – auch den Erfolg der Maßnahmen messen. Alles andere ist ein Blindflug und somit Bullshit.

Selbstheilungskräfte unterstützen

Umso schwerer die Krankheit(en), desto mehr muss man den Körper wahrscheinlich unterstützen und entlasten. Folgende Punkte sollten nicht nur beachtet, sondern möglichst gelebt werden, auch wenn viele davon eigentlich selbsterklärend sind:

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

  • 30-50ml pro kg Körpergewicht pro Tag trinken
  • viel Tee und Wasser trinken
  • andere Getränke können getrunken werden, zählen aber nicht dazu
  • morgens ein Glas heißes Wasser, ggf. mit frisch gepresstem Zitronensaft und Cayennepfeffer bringt Magen und Darm in Schwung

Schlaf

  • regelmäßig schlafen
  • 7 Stunden durchgehend schlafen
  • Störfaktoren beseitigen (jegliches Licht eliminieren)
  • nachts schlafen
  • womöglich schadet es nicht, wenn man Strahlung (WLAN, Mobilfunk) während dem Schlaf deaktiviert bzw. bei DECT auf Blue Eco umsteigt (zumindest beruhigt es ggf. euer Gewissen, das kann schon zu einem besseren Schlaf führen)

Sport & Bewegung

  • Spaziergänge (!)
  • ggf. Nordic Walking (gut gegen Rückenprobleme)
  • Radfahren (entlastet Knie)
  • Schwimmen, Aquajogging
  • Joggen
  • Wandern
  • Langlaufen
  • alle Sportarten sollten nicht übertrieben werden, d.h. man sollte nebenher problemlos eine Unterhaltung führen können
  • Sauerstoff hilft immer, auch wenn ein Spaziergang zu schwer erscheint wird es einem danach besser gehen
  • zu viel UV Strahlung meiden
  • Blackroll und Blackroll Duoball nutzen – absolute Wohltat für den Körper

Ruhe finden

  • Stress vermeiden da Stress den Stoffwechsel negativ beeinflusst
  • Konflikte lösen
  • Gespräche führen
  • evtl. Psychotherapie
  • positiv denken
  • egoistisch sein

Gifte meiden

  • Gifte entfernen aus dem Körper und aus der Wohnung, v.a. Amalgamentfernung kann ich persönlich nur empfehlen bei Gesundheitsproblemen
  • keine Drogen
  • kein Nikotin
  • keine Benzodiazepine und kein Alkohol, beides wird u.U. sehr schlecht vertragen (falls Alkohol gut vertragen wird ist nichts gegen geringe Mengen einzuwenden, v.a. da es sehr gut die Muskeln entspannt und die Stimmung aufhellen kann)
  • Shampoo, Duschgel und Zahnpasta ggf. durch milde Alternativen oder spezielle Produkte ohne Allergene ersetzen
  • generell gibt es 3 goldene Regeln: Entgiften, entgiften und entgiften – und das funktioniert umso besser desto weniger Gift zugeführt wird (damit meine ich nicht Schlacken oder anderes Pseudoentgiften, sondern die Borrelien produzieren beim Zerfall richtig viel Müll und euer Körper sollte einfach nicht mit noch mehr Dreck zugemüllt werden)

Ernährung

  • gesunde Ernährung
  • frisches Obst und Gemüse, bestenfalls Bioqualität
  • Verzicht auf künstliche Zusätze
  • Verzicht auf Fertig- und Dosenprodukte
  • Verzicht auf Weißmehlprodukte (Alternative: Dinkelvollkorn)
  • Verzicht auf raffinierten Zucker und Frittiertes
  • mehr Rohkost und ansonsten mehr Dünsten anstatt Kochen
  • 1 EL Lein- oder Walnussöl pro Tag (Olivenöl fördert u.U. Entzündungsprozesse bei Borreliose)
  • Ei, Laktose und Histamin zeitweise komplett meiden falls unverträglich
  • gutes Meer- und Steinsalz benutzen
  • viel Zwiebeln und v.a. Knoblauch und Bärlauch verwenden falls verträglich (Knoblauch nicht erhitzen bzw. nach dem Kochen erst hinzugeben da nicht alle Inhaltsstoffe das Kochen überstehen)
  • wenig Fleisch, dafür gute Qualität und eher kein Schweinefleisch
  • Rotweinessig verwenden
  • abwechslungsreich essen und auch immer wieder ausprobieren ob etwas vertragen wird oder nicht

Sonstiges

  • Hygienespüler für die Waschmaschine gegen Pilze, Bakterien und Viren als Vorbeugung aber auch als Reinigung
  • Sauna, Schwitzbäder, Wärmekissen um die Körpertemperatur punktuell zu steigern sofern verträglich
  • Basenbäder
  • Fußbäder (mit z.B. 7g Magnesiumchlorid Hexahydrat)
  • Weiterbildung durch Bücher
  • Psyche pflegen und stur bleiben da das Umfeld irgendwann überfordert sein wird und der Einfachheit halber sich mit der Krankheit arrangieren will. Es interessiert niemanden auf Dauer wie es euch geht, andere Menschen wollen ihr Leben weiterleben und das geht ganz gut wenn ihr einfach in dem Zustand bleibt und euch nicht verändert oder schon wieder zu einem Arzt rennen wollt.
  • Optimistisch sein, egal wer was sagt
  • Bei Arztempfehlungen wie “Dr. X behandelt Y schon seit über 10 Jahren wegen Borreliose, probiere es doch mal bei dem, der ist Spezialist” überlegen, ob man die Krankheit auch 10 Jahre verwalten möchte oder noch andere Ziele im Leben hat
  • Nicht über Ärzte aufregen: Ich begegnete ungefähr 50 Ärzten und davon waren 45 fachlich und/oder menschlich schlecht, 3-4 ehrlich und bemüht und 2 konnten richtig helfen (wobei ich Jahre nach der Erkrankung mittlerweile von einigen jüngeren Ärztinnen und Ärzten sehr positiv überrascht bin und Hoffnung für die Zukunft habe)

Medikamente bzw. Mittelchen, die für irgendwas gut sein sollen

Mein Weg war: Phytotherapie, dazu nach Bedarf auch Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe) und Tees. Nach und nach habe ich diverse Mittel ausprobiert und ausgetauscht – alles abgesprochen mit Ärzten und zumindest anfangs auch Heilpraktikerin. Davor habe ich 3x Antibiotika probiert, was keinen Erfolg brachte.

Wilde Karde

  • Die genaue Dosierung und das Mischverhältnis der Kardentinktur ist nicht ganz klar. Von 3x 3-5 Tropfen pro Tag im Verhältnis 1:10 (Droge:Alkohol) bis hin zu 3x 3 Tropfen bis 3 Esslöffel pro Tag im Verhältnis 1:1 liest man alles.
  • Bisher habe ich lange Zeit 3x 3-5 Tropfen einer 1:10 Mischung genommen und eine höhere Dosis davon vertrage ich nicht. Die 1:1 Mischung vertrage ich aber besser in etwa derselben Dosierung und sie wirkt auch besser. Man sollte sich ganz langsam an seine Dosis herantasten, mich hat die Karde die ersten 2-3 Wochen komplett “zerlegt”, d.h. mit Mühe und Not das Leben im Bett überstanden.
  • Die Karde habe ich erst nach ca. 6 Monaten Therapie genommen und nach den ersten 2-3 harten Wochen war die 1,5-jährige bleierne Müdigkeit wieder weg.
  • Man weiß weder was genau in der Karde wirkt noch warum sie wirkt. Manche behaupten auch, sie würde/könne nicht wirken.
  • Eingenommen habe ich die Tinktur pur; in den Mund tropfen lassen und ca. 30 Sekunden im Mund behalten und schlucken.

APP Plus

2x täglich eine Kapsel nach dem Essen. Diente v.a. um genug Artemisinin einzunehmen. Eine Kapsel enthält:

  • 200mg Artemisinin
  • 35mg Pau Pereira
  • 15mg Rosmarin
  • 2,5mg schwarzer Pfeffer

TBB Plus

2x täglich zwei Kapseln nach dem Essen. Ziel sollten insgesamt 800mg Artemisinin täglich sein, d.h. es wären auch bis zu 2x 4 Kapseln TBB möglich und man kann beide APP weglassen (oder 2x 3 Kapseln TBB und 1x APP). Zu viel davon (bzw. zu viel Artemisin wahrscheinlich) ging bei mir recht schnell auf die Nerven, dann werden Hände und Füße taub oder kribbeln. Eine Kapsel enthält:

  • 120mg Polyporus Extrakt Pulver
  • 100mg Andrographis Paniculata Extrakt Blatt Pulver
  • 100mg Artemisinin
  • 50mg OPC Traubenkern Extrakt (davon 47,5mg Polyphenole)
  • 30mg Katzenkrallen Extrakt (davon 0,9mg Alkaloide)
  • 30mg Grapefruitkern Extrakt (davon 13,5mg Bioflavonoide)
  • 5mg Knoblauch Extrakt (davon 125ug Allicin)

DTC Plus

2x täglich zwei Kapseln nach dem Essen. Dient v.a. zur Entgiftung und Stärkung der Entgiftungsorgane. Nicht zwingend notwendig wenn man anderweitig entgiftet, aber in der Kombination als Kapsel ist es einfacher einzunehmen und schmeckt dann auch nicht beschissen. Eine Kapsel enthält:

  • 150mg Chlorella
  • 50mg Brennnessel Extrakt
  • 50mg Heidelbeeren Extrakt
  • 50mg Cranberry Extrakt
  • 50mg Preiselbeeren Extrakt
  • 40mg Artischocken Extrakt (davon 1mg Cynarin)
  • 25mg Cistus Extrakt (davon 16mg Polyphenole)
  • 20mg Salbeiblätter Extrakt
  • 15mg Bärlauchblätterextrakt
  • 10mg Curcuma Pulver

Chlorella

  • Chlorella soll ein Allroundtalent sein und dient u.a. der Entgiftung da Gifte im Darm gebunden werden können, besitzt aber viele weitere positive Eigenschaften (viele gesunde Inhaltsstoffe, Aminosäuren, Mineralstoffe, reguliert den Darm,…).
  • Ich nahm 2-3x täglich 1-5g ca. 30 Minuten vor einer Mahlzeit.
  • Man liest auch, dass Chlorella kaum entgiftende Wirkung hat und lediglich Gifte im Darm auffangen und binden kann. Auch gibt es immer wieder Berichte über mit Giften belastetes Chlorella. Eine Wirkung ist vorhanden aber es kann auch negative Folgen haben. Insofern auf gute Qualität achten falls möglich. Alternativ gibt es auch Kohle oder Zeolith mit ähnlich bindender Wirkung.

Vitamin B12

  • Nerven sollten im B12 “schwimmen” bei Borreliose und ähnlichen Erkrankungen.
  • Bei vegetarischer Ernährung soll man angeblich die B12 Werte beobachten wobei ich nach knapp einem Jahr ohne Fleisch und ohne B12 Supplementierung eine Erhöhung des B12 hatte. Soviel dazu.
  • Methylcobalamin bevorzugen, z.B. 1000ug pro Tag als Lutschtablette – andere B12 Formen werden anscheinend kaum über den Darm aufgenommen. Überdosierung kaum möglich, egal ob geschluckt, gelutscht oder gespritzt. Im Gegenteil, die Überdosierung ist meistens gewünscht und es wird davon ausgegangen, dass die offiziellen Richtwerte (ca. 210-910 ng/ml) zu niedrig sind. 1500 ng/ml wären ein guter Wert, manche sagen auch 2000 ng/ml wobei ich gelesen habe, dass es dann ggf. negative Folgen haben könnte.
  • Alternativ Depotspritzen geben lassen. Können billig gekauft werden und selbst oder über den Hausarzt gespritzt werden.

Probiotika

  • Ich nahm anfangs immer täglich Probiotika, später immer wieder für ein paar Wochen.
  • Wechselte verschiedene Sorten durch (Healthy Origins, Darmflora plus select, Probiotik protect, Mutaflor, Omni Biotic…).
  • Probiotika wirken (wenn überhaupt) nur wenn man sie nimmt und verändern die Darmflora vermutlich nicht nachhaltig, helfen aber dabei unerwünschte Darmbewohner zu vertreiben oder den beschädigten Darm wieder aufzubauen. Wer Probleme mit der Verdauung hat sollte die ein oder andere Sorte ausprobieren. In diesem Gebiet wird viel geforscht, einige Bakterienstämme haben kaum Wirkung – also ausprobieren. Vermutlich verstehen wir heute noch kaum was sich tatsächlich im Darm mit den Darmbakterien abspielt und zukünftige Generationen werden sich an den Kopf fassen wenn sie mitbekommen, was wir da alles ausprobiert haben.
  • Actimel oder ähnliche Produkte enthalten v.a. Zucker und nur sehr geringe Mengen an Bakterien, meist auch keine Kombination sondern nur eine Sorte bzw. Stamm.
  • Perenterol müsste auch hilfreich sein, das habe ich aber erst nach der Therapie entdeckt.

Basenpulver

  • Täglich abends ein Löffel Dr. Jacobs Basenpulver.
  • Citrate sind meist besser verträglich.
  • Ich halte grundsätzlich von der basischen Ernährung nicht viel. Ob das Pulver was gebracht hat? Der Glaube an die Übersäuerung und basische Ernährung beruht auf Trugschlüssen und widerspricht sich teilweise selbst. Zumindest eine ordentliche Portion wichtiger Mineralstoffe ist drin.

Dekristol / Vitamin D

  • Blutwerte vor Einnahme kontrollieren da hohe Vitamin D3 Werte bei Borreliose Patienten ein Hinweis auf eine Sarkoidose bzw. Belastung der Lymphknoten am Hals sein können, außerdem zur Verlaufskontrolle.
  • Einmalig habe ich eine Initialdosis von 20-25 Dekristol eingenommen um den Mangel zu beseitigen (Tagesdosis 100.000 IE). Frühestens 1 Monat nach der Initialdosis den Erfolg messen. Die Dosierung ist höchst umstritten, Dekristol darf laut Packungsbeilage nicht überdosiert werden und dazu rate ich auch keinem. Arzt oder Apotheker fragen! Einige Ärzte empfehlen aber genau diese überhöhte Initialdosis bzw. täglich Zufuhr von Vitamin D. Auch hier wissen wir noch gar nicht genau was Vitamin D, das gar kein echtes Vitamin ist, überhaupt im Körper bewirkt.
  • 1x wöchentlich 1-2 Dekristol als Erhaltungsdosis für Vitamin D zwischen Herbst und Frühling. Manche Ärzte empfehlen auch dauerhaft 5000-10.000 IE täglich wobei ich das für zu hoch halte.
  • Hochnormale Werte von >60ng/ml sind anzustreben.
  • Alternativ gibt es auch Vitamin D Tropfen, die nach Belieben dosiert werden können. Im Ausland gibt es auch Präparate mit höherem Wirkstoffgehalt. Aber aufpassen, nicht jeder verträgt Dekristol oder die Tropfen – also immer einschleichen/testen.

Indische Flohsamen

  • Nahm ich anfangs fast nie, helfen ggf. bei Verstopfung und Durchfall und regulieren mittel- und langfristig die Darmtätigkeit. Hatte mir im späteren Verlauf dann immer Müsli selbst gemischt mit ausreichend Floh- und Leinsamen.
  • Dienen zur Entgiftung von bestimmten Stoffen (???) im Darm, die durch Chlorella und andere Produkte nicht aufgenommen werden können wobei ich die genauen Details vergessen habe (wird aber in der Literatur bei Dimmendaal und Storl empfohlen und beschrieben).

MSM

  • MSM ist Schwefel und nicht zu verwechseln mit MMS, was pures Gift der Esoterikszene ist.
  • Nebenwirkungsfrei aber kann am Anfang zu Kopfschmerzen führen (schon lustig was sich die Nahrungsergänzungsmittelvertreiber da so ausdenken an Sprüchen…).
  • Kann Gifte lösen, kann v.a. Nervenfunktion/-schmerzen verbessern wenn ein Mangel vorliegt.
  • Es hilft ggf. bei Gelenkbeschwerden.
  • Nahm es je nach Bedarf immer wieder ein paar Wochen lang, jeweils <1g täglich in z.B. Saft eingerührt.
  • Kann die Meinung nicht teilen, dass es ein Wundermittel ist wie oft beschrieben. Aber den kranken Menschen wird ja jeder Schrott als Allheilmittel verkauft. Solange es nur dem Geldbeutel geschadet hat, ist’s aber OK.
  • Gibt es günstig in großen Mengen, z.B. 1kg für 12 Euro anstatt den viel zu teuren Kapseln.

Magnesium

  • Borrelien “klauen” anscheinend Magnesium.
  • In den ersten Monaten habe ich täglich 200-500mg Magnesium vor dem Schlafengehen genommen als Tabletten wobei man aufpassen sollte welche Art Magnesium man nimmt. Ich vertrage z.B. Citrate problemlos bis 1g aber nicht wenn es mit anderen Stoffen gemischt ist und bei 400mg in anderer Form wirkt es bei mir abführend.
  • Später nahm ich außer ganz selten durch das Basenpulver kein Magnesium mehr regelmäßig, evtl. mal beim Sport eine Magnesiumtablette ins Wasser für den Geschmack.
  • Magnesium gibt es auch sehr günstig in großen Mengen, z.B. 1kg Magnesiumchlorid Hexahydrat in Pharmaqualität für 8 Euro. Daraus kann man sehr leicht “Magnesiumöl” machen: 6g davon auf 200ml Wasser sind 717mg Magnesium und somit eine Tagesdosis. Schmeckt etwas bitter, kann sich damit aber auch einreiben oder es in ein Fußbad geben. Anscheinend soll beim Einreiben kein Magnesium für die Borrelien bereitgestellt werden (wobei es auch hier heißt, dass das Einreiben keine Wirkung hat und andererseits sich auch die Frage stellt, wo sich die Borrelien das Magnesium dann klauen?!). Wie dem auch sei, billiger als die Tabletten zu kaufen.

Latromactan

  • Spinnengift(enzyme) der Schwarzen Witwe.
  • Es soll bei Borreliose helfen wobei man dazu praktisch nichts im Internet und in der Literatur findet.
  • Ich habe 10 Monate die Tropfen genommen: 3x täglich 5-8 Tropfen für eine Minute im Mund behalten und dann schlucken. Im späteren Verlauf habe ich die Tropfen nicht mehr gezählt, sondern nach Gefühl reingeschüttet und zu viel Latromactan hat Blitze in den Nerven verursacht.

Solunat Nr. 8

  • Aktiviert u.a. den Leberstoffwechsel.
  • Stärkt die Leber.
  • Regt Gallensaftproduktion an.
  • 2x täglich mehrere Tropfen genommen, v.a. am Anfang der Therapie und dann nur noch sporadisch.

Sanukehl Produkte

Diese Produkte nahm ich die ersten paar Monate mehr oder weniger abwechselnd, v.a. gegen Pilze. Im Nachhinein hat es zwar nicht geschadet, aber alles in Richtung Homöopathie lehne ich heute ab:

  • Albicansan D4
  • Pefrakehl D4
  • Nigersan D4
  • Quentakehl D4
  • Exmykehl D3
  • Notakehl D4
  • Mucokehl D5
  • Utilin S D4

Wirkt es? Ja. Über den Placeboeffekt hinaus? Weiß ich nicht. Quentakehl hatte ich das Gefühl, dass es was bringt. Von Mucokehl, das ich nur 2 Tage in der Woche genommen habe, habe ich jedes Mal leichtes Nasenbluten bekommen. Utilin hat bei Bekannten wie auch bei mir schon irgendwie wirklich was bewegt. Das war eine Pille, vor der ich sehr schnell sehr großen Respekt hatte und 1x die Woche nahm. Zusätzlich und nicht auf Kosten der Allgemeinheit würde ich die Mittel niemand ausreden, aber auch nicht empfehlen weil der Nachweis über Wirksamkeit fehlt.

Teemischung

  • 1-2x täglich 0,5l Teemischung in der ersten Tageshälfte.
  • Kann auf den Kreislauf gehen (Vorsicht bei Herzerkrankungen).
  • Schützt Leber, reinigt und entgiftet.
  • Kein Metallsieb verwenden.
  • Jeweils zu gleichen Teilen: Mariendistelsamen, Schafsgarbe, Brennnessel, Walnuss, Ringelblume, Löwenzahn.
  • Am besten in einem Zug wegtrinken weil es geschmacklich scheußlich ist. Anfangs aber nur schluckweise denn fast jeder, der diesen Tee erstmals probierte, ist kurz darauf eingeschlafen.

Zistrosentee

  • Mehrmals täglich eine Tasse Zistrosentee.
  • Kein Metallsieb verwenden.
  • Wirkt antiviral und antibakteriell, gegen Pilze, oxidativ, entzündungshemmend.
  • Soll gegen Biofilme wirksam sein wobei hier der eindeutige Nachweis fehlt.
  • Wirkt auch prophylaktisch gegen eine Vielzahl an Viren (besser als z.B. Tamiflu o.ä. laut Literatur).

OPC / Resveratrol

  • “Vitamin P”, auch als das bessere Vitamin C bezeichnet.
  • Starkes Antioxidans.
  • Wird auch als Wundermittel für alles gepriesen, unterstützt auf jeden Fall das Immunsystem und hat viele positive Wirkungen.
  • Wird wohl öfters in eher schlechter Qualität angeboten, also informieren und nicht die billigste Variante kaufen da die ggf. unverträglicher ist und nicht wirklich wirkt. Auch wird bei OPC oft ewiges Leben versprochen wie bei vielen Dingen mit denen man kranke Menschen abzocken kann.

Mariendistel

  • Mariendistel stärkt, schützt und reinigt die Leber und regt die Galle an.
  • Kann auch positiv wirken auf Migräne, Trigeminusneuralgie und Pfortader Stauung.
  • Je nachdem wo man die Kapseln bezieht die Packungsbeilage befolgen, wobei ich Mariendistel nur ab und zu nach Gefühl nahm da ich morgens ja immer die Teemischung mit Mariendistel hatte.

Rechtsregulat

  • Hilfreich oder nicht? Schmeckt auf jeden Fall sehr gewöhnungsbedürftig und ist teuer. Ich habe 2-3 Flaschen genommen, schlechter fühlte ich mich dadurch nicht. Die ersten Tage hat es mich sehr müde gemacht.
  • Pflanzlicher Immunmodulator, aber mehr Lebensmittel als Medikament.
  • Soll die pathologischen Fibrinmonomere auflösen, die sich in den kleineren Gefäßen wie eine Art Schutzschild über die Borrelien legen. Anstatt diese mit Heparin aufzulösen soll es mit Rechtsregulat besser gehen. Vermutlich fehlt auch hier der wissenschaftliche Beleg.

Rechtsdrehende Milchsäure

  • Milchsäure wirkt anregend auf den Darm und somit auch auf die Verdauung.
  • Positiver Effekt auf Darmbakterien.
  • Soweit ich mich erinnere fördert die rechtsdrehende Milchsäure nach mehreren Wochen auch die körpereigene Glutathion Produktion bzw. hält den Spiegel oben. Einfach gesagt ist Glutathion ein Antioxidans und ist wichtig für die Entgiftung und schützt somit die Zelle, v.a. die Mitochondrien, die ATP produzieren (ATP ist unser Treibstoff). Wird zu wenig ATP produziert laufen wir irgendwie auf Notstrom und Entgiftung, Abwehr von Erregern und Stärkung des Immunsystems bleiben auf der Strecke.
  • Rechtsdrehende Milchsäure ist z.B. in Sauerkraut enthalten. Ich nahm RMS Asconex Tropfen, immer wieder als Kur 3x 20 Tropfen am Tag. Überdosierung von Milchsäure ist eigentlich nicht möglich, was nicht gebraucht wird wandelt die Leber einfach um soweit ich informiert bin. Wie immer Arzt oder Apotheker fragen.

Tee

  • Genug zu trinken ist nie verkehrt, Tee bietet sich hier an. Außerdem ist Tee eines der ältesten Medikamente mit denen sich Menschen selbst therapieren.
  • Es lohnt sich bei diversen Kräutern nachzuschauen wie diese so wirken. Klassisch und praktisch sind natürlich Pfefferminze und Magen-Darm Teemischungen aus Fenchel, Anis und Kümmel. Aber auch Kamille oder Hagebutte. Im gut sortierten Laden gibt es für jeden etwas. Ich persönlich trinke eigentlich kaum grünen oder schwarzen Tee.
  • Aber Vorsicht, Tee kann auch richtig stark wirken. Entwässernde Nierentees aus z.B. Goldrute, Birkenblätter, Queckenwurzel & Co sollten anfangs schluckweise getrunken werden weil sich da sehr schnell sehr viel lösen kann. 3 Schluck aus einer ähnlichen Mischung haben mich für 2-3 Tage ausgeknockt mit Nierenschmerzen. Bei wassertreibenden Tees natürlich auch jede Menge Wasser dazu trinken.
  • Ähnliches gilt auch bei Gallensteinen, da kann ein für die Galle anregender Tee natürlich kontraproduktiv sein.
  • Positiv: Boldoblättertee kennt kaum jemand, wirkt aber sehr beruhigend, sehr angenehm an schweren Tagen. Auch wirkt er positiv auf Leber und Galle, soll Würmer töten können und treibt den Harn. Kann man auch wunderbar mit Pfefferminz, Fenchel, Mariendistel und Löwenzahn mischen als Lebertee. Aber die Boldoblätter sollte man nicht dauernd trinken, spätestens nach 4 Wochen wieder einen Monat Pause machen. Immer informieren, sonst kommen auf einmal ganz neue Symptome dazu!
  • Bittere Kräutertees 10 Minuten oder länger ziehen lassen wenn nichts Anderes erwähnt wird. Gerade die bitteren Stoffe sind die, die wir für eine gute Wirkung brauchen. Gute Qualität, vorzugsweise Bio oder aus der Apotheke, ist nie verkehrt. Meine Apotheke hat eine sehr große Auswahl und mischt mir alles was ich benötige zu einem sehr fairen Preis – teilweise billiger als ein einzelner Biotee aus dem Bioladen in derselben Menge. Es lohnt sich auch im Internet zu schauen was 1kg kostet – nicht selten bekommt man dann 1kg für wenig mehr als die 100g Packung im Geschäft kostet.

Homöopathie

  • Ich würde heute keine homöopathischen Mittel mehr nehmen, jedenfalls nicht zur Bekämpfung irgendeiner Krankheit und auch nicht für irgendwas. Es ist Zucker, mehr nicht. In der Not habe ich daran geglaubt, jedenfalls unterstützend zur Phytotherapie. Hier kann auch keine Empfehlung gemacht werden da das richtige Mittel von einem erfahrenen Scharlatan (!) individuell ausgewählt und getestet werden muss. Unterstützend eingesetzt ist nichts dagegen einzuwenden außer den Kosten, die man selbst oder die Allgemeinheit tragen muss. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge und für manche Menschen ist ein Placeboeffekt schon ein Segen wenn dadurch die Schmerzen nur ein klein wenig besser werden. Ein Placeboeffekt ist eben mehr als gar keine Effekt. Homöopathie bleibt bis heute den Nachweis der Wirksamkeit schuldig. Einfaches Gedankenspiel: Verdünnung der Wirkstoffe erhöht deren Wirksamkeit. Also müssten alle Menschen, die einen Wasserfilter benutzen um Schadstoffe aus dem Wasser zu filtern, schwer krank sein weil sie ihr Wasser zu stark wirksamen Gift-Hochpotenzen verdünnen. Auch hat Wasser kein Gedächtnis und speichert somit auch keine Energie – jedenfalls keines, das länger als 50 Femtosekunden existiert. Die Diskussion darüber ist müßig, weil jeder immer jemanden kennt, der damit praktisch von den Toten auferstanden ist.

Öl/Teebaumöl

  • Ölziehen: 1 EL Kokos, Sesam- oder Sonnenblumenöl ggf. mit 1 Tropfen Teebaumöl morgens direkt nach dem Aufstehen 20 Minuten oder so lange wie möglich im Mund bewegen (nicht gurgeln). Dient einerseits der Entgiftung und andererseits hilft es zusammen mit dem Teebaumöl gegen Candida. Davor Zungenschaber benutzen falls vorhanden. Vorsicht: Teebaumöl kann Plastikfüllungen angreifen (bisher keine Probleme). Danach Öl ausspucken; keinesfalls schlucken. Mund mehrmals mit Wasser ausspülen und dann Zähne putzen. Danach Frühstück und eben nochmals Zähne putzen. Warum, ob und wieso das hilft ist nicht eindeutig geklärt wobei das Öl zumindest Keime im Mund zerstört. Es kann zu einer Erstverschlimmerung kommen, generell hilfreich gegen Aphten, die Zähne werden weißer, Zahnfleisch wird besser und Lippen weicher. Ich habe es über Monate angewendet, allerdings nur immer 2-3 Minuten und es half gegen Candida. Ca. 1 Jahr später habe ich es dann teils mehrmals täglich 20 Minuten angewendet und mich hat es komplett zerlegt mit neuen Symptomen, aber insgesamt positiv. Angeblich soll man damit alles heilen können wenn man es lang genug macht wie bei so vielen Dingen… Wirklich schaden tut es meiner Meinung jedenfalls nicht.
  • Fußbäder mit einem Schuss Sonnenblumenöl und 5-10 Tropfen Teebaumöl sind wohltuend und machen die Fußsohlen weich. Mit Teebaumöl hilft es auch gegen Fußpilz.

Pyridoxin Komplex forte

  • Zink, Vitamin B6, Selen und ein paar andere Stoffe für die KPU/HPU wobei ich mittlerweile sehr stark an der KPU/HPU zweifle. Diese sogenannte Stoffwechselstörung gibt es schon sehr lange und es wäre sehr viel Zeit gewesen sie zu untersuchen und anzuerkennen. Bei Problemen mit Pyrrolen können ernsthafte gesundheitliche Folgen auftreten, aber bei der KPU/HPU ist davon nichts zu sehen sondern man hat den Eindruck, dass hier v.a. ein Unternehmen viel “forscht” und über Lizenzierung auch Kohle macht. Des Weiteren kommen immer wieder neue Bücher ohne neue Inhalte, teilweise verkaufen die Autoren dann auch passend dazu ein B6/Zink Cocktail gleich mit. Zink und B6 wie auch andere Stoffe sind sicherlich nicht verkehrt wenn man sie zuführt, aber bei KPU/HPU kann man selten einen Mangel messen der ja irgendwie entstehen müsste wenn der Körper zu viel davon mit dem Urin ausscheidet. Auch wird KPU/HPU von Klinghardt stark propagiert, der mittlerweile irgendwas über Chemtrails faselt und sich in meinen Augen dadurch endgültig für alles disqualifiziert.
  • KPU kann anscheinend durch Borreliose ausgelöst werden, aber auch vererbt werden oder durch Vergiftungen entstehen.
  • Wirkte bei mir enorm positiv auf die Verträglichkeit von Essen anfangs wobei ich das auch direkt in einer neuen Umgebung eingenommen habe, d.h. das generelle Umfeld könnte natürlich auch dafür verantwortlich sein.
  • 1-2x täglich eine Kapsel vor einer Mahlzeit.
  • Zink soll für (Herpes)Viren wie Treibstoff wirken aber wirkt wiederum positiv gegen Gifte; Selen hingegen hilft gegen die Viren.

Koriander

  • Soll Schwermetalle sogar aus dem Gehirn ausleiten wobei auch hier nicht klar ist ob das stimmt weil schlichtweg Nachweise fehlen.
  • Benötigt für die Entgiftung erfolgreiche Kombination aus Chlorella und Bärlauch da ansonsten die Gifte nur verteilt werden sollen.
  • Wirkt antibiotisch.
  • 2x täglich mehrere Tropfen genommen; Einnahme nur ab und zu da ich das Gefühl habe, dass ich es nicht vertrage.

Alternative Methoden

Akupunktur

  • Ohrgeräusche ließen sich damit mittelmäßig gut behandeln aber nicht dauerhaft.
  • Das Nervensystem lässt sich bei mir sehr gut mit Akupunktur herunterfahren, noch besser sind Injektionen an gewissen Akupunkturpunkten wobei das bei mir auch nicht dauerhaft hält.

Manuelle Therapie

  • Ob Osteopathie, Physiotherapie, Rolfing, Chiropraktik, Massagen oder wie man es auch nennen mag – es hilft und ist weitaus ungefährlicher als fast alles an Medikamenten. Vielleicht nicht direkt zum Chiropraktiker, der das nur an einem Wochenende gelernt hat.
  • Wer sich den Weg zum Therapeuten sparen will, der kann sich mal eine Blackroll anschauen. Geniales Ding. Es ersetzt den Therapeuten nicht, aber es hilft ungemein bei akuten Problemen.

Schröpfen

  • Schröpfen ist uralt, habe ich aber erst nach knapp 3 Jahren für mich entdeckt. Es hilft erstaunlich gut, v.a. das blutige Schröpfen. Leider nicht dauerhaft bei mir.

Neuraltherapie (nach Huneke)

  • Hier und da liest man immer wieder was über die Neuraltherapie, bzw. Injektionen mit Procain oder anderen Mitteln. Manche kennen vielleicht die einfachste Form davon: Quaddeln am Rücken bei Rückenschmerzen. Über Umwege (Zahnarzt) bin ich erst auf diese Behandlungsmethode gestoßen. Ausprobieren kann kaum schaden, v.a. ist die Methode eigentlich recht billig weil 10 Injektionen Procain keine 10 Euro kosten – kommt eben darauf an wer behandelt und was verlangt wird. Vorteil der Behandlung ist, dass sie entweder sofort, d.h. sofort bis spätestens 24h danach, wirkt oder die Wirkung ausbleibt. Ein Versuch bringt also schnell Klarheit vorausgesetzt man erwischt die richtigen Stellen.
  • Ich habe keine Erfahrungen mit dem Anspritzen von Gelenken oder der Wirbelsäule – hier soll es aber laut Klinghardt sehr gute Wirkungen geben bezüglich Schmerzen und Beweglichkeit bei Borreliose. Wobei Klinghardt aus vielen Gründen nicht ernstgenommen werden kann, aber da könnte schon was dran sein.
  • Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Anspritzen von Narben wie auch der Nebenhöhlen und bestimmten Zähnen. Keine Ahnung wie oder warum es funktioniert, aber die Auswirkungen gingen weit über ein Placeboeffekt hinaus und waren ganzheitlich.
  • Bitte einen richtigen Arzt aufsuchen, Heilpraktiker dürfen weder im Mund noch tief ins Gewebe spritzen. Jeder Heilpraktiker, der das macht, ist unseriös und handelt illegal. Wobei unseriös waren alle mir bekannten Heilpraktiker, die das hauptberuflich machen. Die einzigen Heilpraktiker, die gut sind, sind die, die das zusätzlich zu einer vorherigen Ausbildung machen, z.B. im Bereich Physiotherapie, Osteopathie.

Alle Angaben ohne Gewähr und kein Anspruch auf Richtigkeit. Das sind lediglich meine Erfahrungen, mein Wissen, Halbwissen und Vermutungen. Die Infos ersetzen weder einen Arzt noch eine fachmännische Beratung. Es handelt sich hier weder um Bewerbung oder Empfehlung von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln. Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und weitere Informationen sind vom Arzt oder Apotheker zu erfragen.