Objektivtest: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA) an Sony A7II

Geschichte

Objektivtest: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA) an Sony A7IIEins meiner ersten manuellen Objektive war ein Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8. Allerdings in der M42 Variante und an der Canon 700D. Damit habe ich schon vor ein paar Jahren experimentiert und auch ganz normale Fotos gemacht. Allerdings war das an der Canon 700D immer blöd ohne Focuspeaking (Magic Lantern kann man da vergessen weil träge) und ohne Fokuslupe. Ich mochte dieses Flektogon, hat es doch sehr schöne Farben geliefert und war eines meiner schärfsten Objektive an der 700D. Minuspunkt war das Spiegeln der Blendenlamellen im Bild. An das jetzige Flektogon 35mm 2.8. bin ich über eBay Kleinanzeigen gekommen, zusammen mit 2-3 anderen Objektiven für 50 Euro – kann man nichts sagen. Dummerweise ist dieses Flektogon so ganz anders als mein erstes.

Objektivtest: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA) an Sony A7IIObjektivtest: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA) an Sony A7IIObjektivtest: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA) an Sony A7IIObjektivtest: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA) an Sony A7II

Eckdaten

  • Bajonett: EXA
  • Brennweite: 35mm
  • Lichtstärke: 2.8
  • optischer Aufbau (Elemente/Gruppen): 6/5
  • Blendenlamellen: 6
  • Naheinstellgrenze: 18cm
  • Filterdurchmesser: 49mm
  • Gewicht: 200g

Bilder Objektiv

Praxiserfahrung

Das Objektiv ist ganz gut erhalten, Fokusring könnte geschmeidiger laufen aber alles lässt sich bedienen. Die Verarbeitungsqualität ist OK, da gibt’s bessere. Streulichtblende war leider keine dabei, da musste eine Universalblende aus China herhalten.

Bildqualität lässt sich schnell zusammenfassen: Scharf schon bei Blende 2.8, schärfer wenn man weiter abblendet, schöne Farben und das Bokeh ist mehr als nett – aber nicht spektakulär. Kommt Licht von vorne oder leicht seitlich kackt das Flektogon 35mm 2.8 regelrecht ab; das war bei meinem ersten Flektogon nicht so extrem obwohl es eigentlich aus der identischen Serie gewesen sein müsste.

Chromatische Aberrationen gibt’s fast gar nicht, selbst harte Kanten gegen die Sonne lassen maximal einen pinkfarbenen Saum erahnen – wirklich sehen tut man nichts.

Wirklich bemerkenswert ist die Naheinstellgrenze von nur 18cm. Das ist ja immer vom Sensor gerechnet und mit Adapter und Objektiv bleiben da nur noch wenige Zentimeter zwischen Frontlinse und dem zu fotografierenden Objekt.

Focuspeaking funktioniert sehr gut außer im Nahbereich, aber da gibt’s ja auch noch die Lupe.

Video: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA)

Bilder: Carl Zeiss Jena Flektogon 35mm 2.8 (EXA)

Wie wurde der Objektivtest durchgeführt?

Damit die Ergebnisse halbwegs vergleichbar sind wurden alle Tests möglichst identisch durchgeführt. Folgende Einstellungen wurden an der Kamera (Sony A7II) vorgenommen:

  • AV Modus
  • JPG mit Farbprofil „Standard“ und in Adobe Lightroom auf 2048 Pixel (lange Kante) begrenzt
  • Offenblende, leicht abgeblendet und bei Blende 8 (Blende steht jeweils unter den Fotos)
  • Streulichtblende benutzt (alte Objektive sind sehr anfällig für Streulicht)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.